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Mit deutlichen Kursgewinnen machte in den vergangenen Tagen die Aktie der INFO AG (Isin DE0006205909) auf sich aufmerksam. Nach einem Kursgewinn von etwas mehr als 16 Prozent am Dienstag legt sie auch am Mittwoch weitere 7,92 Prozent auf zuletzt 10,90 Euro zu. Ausgehend von ihrem Tief im Dezember des Jahres 2002, hat das Papier mittlerweile 263 Prozent zugelegt und dabei den langfristigen Abwärtstrend überwunden. Mehr scheint durchaus möglich zu sein. Denn das Unternehmen hat im Jahr 2001 die Gewinnzone erreicht, im Jahr 2002 einen Gewinn von 64 Cent je Aktie erzielt und im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen bei einem Umsatz von 75 Millionen Euro einen Jahresüberschuss von 3,5 Millionen Euro oder 89 Cent je Aktie erwirtschaftet. Darüber hinaus werden weitere 1,8 Millionen Euro aus den Rücklagen in den Bilanzgewinn eingestellt. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Dividendenzahlung von 1,3 Euro je Aktie vor. Die Hauptversammlung findet am 25. Juni statt. KGV von zwölf – Dividendenrendite von knapp zwölf Prozent … Auf dieser Basis errechnet sich nicht nur ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von relativ günstigen 12,2, sondern die Dividendenrendite liegt bei sagenhaften 11,93 Prozent. Das ist knapp das Dreifache der Rendite einer Bundesanleihe mit zehn Jahren Restlaufzeit. Das Unternehmen ist seit mehr als 20 Jahren am Markt etabliert, ein unabhängiges IT-Unternehmen und bezeichnet sich als führender nationaler Anbieter für hochwertige IT-Outsourcing-Lösungen. Angeboten werden Betriebs- und Beratungsleistungen in vier Komponenten: IT-Systeme, Sicherheitslösungen, Netzwerke und Anwendungen. Mit seinem Angebot kann das Unternehmen den Kunden jederzeit ein Komplett-Outsourcing der IT anbieten. Auf Wunsch werden auch Einzeldienste und Kombinationen bereitgestellt. Branchenspezifische Lösungen gehören ebenfalls dazu. Das Unternehmen setze grundsätzlich auf langfristige und vertrauensvolle Kundenbeziehungen. Der Service ist transparent, messbar, in der Leistungstiefe auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten und vertraglich durch so genannte Service Level Agreements zugesichert. Verkauft werden Lösungen für funktionierende Wertschöpfungsketten. Der Kunde erreicht planbare und verlässliche Kosten. Zu den Kunden gehören Banken wie die Deutsche Postbank, HSH Nordbank, M.M. Warburg, Versicherungen, Medien – unter anderem der Spiegel Verlag -, Industrie- und Energieunternehmen bis hin zu Handels- und sonstigen Unternehmen. … allerdings relativ geringer Free Float Im vergangenen Jahr hat zwar der Umsatz im Vergleich mit dem Jahr 2002 abgenommen. Da sich der Jahresüberschuss trotzdem steigern ließ, spricht das für sich und die Qualität des Managements. Grundsätzlich dürfte das Outsourcing ein Bereich mit Wachstumschancen sein. Denn in Zeiten zunehmenden Wettbewerbs dürften die größeren Unternehmen daran interessiert sein, ihre Ressourcen effizienter zu bewirtschaften. Dabei dürften sie sicherlich auch einen Blick auf die IT-Ausgaben werfen. Die hohe Ausschüttungsquote der INFO AG dürfte wenig verwundern. Denn 72,6 Prozent der Aktien befinden sich in den Händen des Managements und der Mitarbeiter. Auf diese Weise dürfte sichergestellt sein, dass sie an einer effizienten und zuverlässigen Arbeit interessiert sind. Im Fazit hat die Aktie den langfristigen Abwärtstrend überwunden, ist noch vernünftig bewertet und zeigt in jüngster Zeit eine gewisse Dynamik nach oben. Das Zückerchen auf das Ganze ist allerdings die Dividendenrendite. Der Chart zeigt den Kursverlust der INFO AG-Aktie seit fünf Jahren. Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht der F.A.Z.-Redaktion wieder.
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