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Hamburg, Juli 2006

Backup-Lösungen und K-Fall-Absicherungen auf Server- und Systemebene sind heute Usus. Aber was passiert, wenn die Daten eines Unternehmens zwar gesichert sind, aber keine Arbeitsplätze mehr vorhanden sind, um mit ihnen zu arbeiten? Für Banken oder Versicherungen ist dies eine existenzielle Frage. Genau hier setzt die INFO AG an – mit der Bereitstellung von Notfall-Arbeitsplätzen im großen Stil.

Für eine Bank tickt bei einem K-Fall sofort die unternehmenskritische Uhr, denn bereits nach einer Stunde Handelsausfall können Millionenverluste entstanden sein. Und es bedarf nicht immer eines K-Falls, um Handelsausfälle zu provozieren. Es reichen schon kleinere Unglücksfälle, zum Beispiel ein Gasrohrbruch mit anschließender Räumung des Bürogebäudes, um das Tagesgeschäft für einen gewissen Zeitraum zum Erliegen zu bringen. Uwe Naujoks, der Beauftragte für Notfallplanung des WestLB Bankkonzerns, erklärt: „Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Notfällen ist gestiegen, die Verwundbarkeit der Unternehmen wird größer – man muss in diesem Zusammenhang auch an die Schäden an Image und Reputation denken, die ein Unternehmen in einem Notfallszenario erleiden kann, und die nicht versicherbar sind. All dies führt dazu, dass sich Banken und Versicherungen intensiver als früher mit dem Thema Business Continuity Management  auseinandersetzen.“

Deshalb ist es gut, wenn ein Notfallkonzept umgesetzt werden kann, das neben dem Zugriff auf gespiegelte IT-Systeme und -Daten auch voll funktionsfähige IT-Ersatzarbeitsplätze vorsieht, die an ein Produktions- oder Backup-Rechenzentrum angebunden sind. Die INFO AG bietet neben dem Betrieb und der Sicherung unternehmenskritischer Daten im Rechenzentrum zusätzlich die Anmietung von zurzeit 250 Notfallarbeitsplätzen an –  eine Erweiterung auf bis zu 500 ist möglich. Johannes Boley, Leiter der Düsseldorfer Geschäftsstelle der INFO AG: „Wir bieten unseren Kunden komplett möblierte Büroetagen, deren IT-Ausstattung wir den individuellen Ansprüchen anpassen.“ Natürlich sind sämtliche Infrastruktur-Basics wie Verkabelung, Telefon- und Faxanbindung oder netzwerkfähige Drucker vorhanden, und es steht vom Konferenzraum bis zur Teeküche alles zur Verfügung, was für den Büroalltag benötigt wird. Die Büro-IT ist per Breitband an das jeweils im Einsatz befindlichen Rechenzentrum des Kunden angebunden. Im Ernstfall reicht ein Anruf bei der INFO AG, die Mitarbeiter des Kunden wechseln das Büro und können sofort weiterarbeiten. „Dass die Bürotechnik reibungslos funktioniert, wird durch regelmäßige Tests sichergestellt, in deren Verlauf wir alle Systeme auf einwandfreien Betrieb überprüfen“, ergänzt Boley. Bereits unterschrieben ist ein Vertrag mit HSBC Trinkaus & Burkhardt. Für das börsennotierte Bankhaus mit Hauptsitz in Düsseldorf – seit 18 Jahren Kunde der INFO AG – werden im ersten Step 140 Arbeitsplätze komplett ausgestattet, 250 sind optioniert, so dass im Notfall das Bankgeschäft mit  nur minimaler Unterbrechung weitergeführt werden kann. "Angesichts der hohen Anforderungen an kurze Recovery-Zeiten ist das Thema Notfallarbeitsplätze für ein Unternehmen wie HSBC Trinkaus & Burkhardt von entscheidender   Bedeutung“, betont Manfred Hartmann, im Bankhaus verantwortlich für den Bereich Informationstechnologie. „Die räumliche Trennung vom Unternehmensstandort und die hohe Kompetenz der INFO AG in der Konzeption und der Wartung dieser Arbeitsplätze sind gute Gründe für diese Zusammenarbeit." 

Um die Kosten für die permanent bereitgehaltenen Arbeitsplätze für die Kunden zu optimieren, werden die Arbeitsplätze nach dem Shared-Prinzip vermietet, also die laufenden Kosten pro Arbeitsplatz auf mehrere Kunden verteilt. Johannes Boley erläutert: „Laut Wahrscheinlichkeitsrechnung können Notfall-Arbeitsplätze ohne Probleme an maximal fünf Kunden gleichzeitig vermietet werden, aber natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Back-Office-Arbeitsplätze exklusiv anzumieten. Letztlich entscheidet das Anforderungsprofil des Kunden, wie exklusiv wie viele Arbeitsplätze bereit gehalten werden müssen. Es laufen bereits Verhandlungen mit einem zweiten Bankkunden, der dann 100 der 250 Plätze mit HSBC Trinkaus & Burkhardt sharen würde.“

Wie sollten Unternehmen aus dem Bereich Banken und Versicherungen vorgehen, um das Thema Notfallarbeitsplätze/ Business Continuity Management nachhaltig zu etablieren? Die Empfehlung von Uwe Naujoks von der WestLB: „Für mich ist das wichtigste Stichwort „Awareness“, und die muss bereits im Top-Management vorhanden sein. Zudem muss das Business Continuity Management in das gesamte Geschäftsmodell des Unternehmens integriert sein – schließlich ergeben sich die Anforderungen an das BCM aus den Geschäftsprozessen. Insgesamt sollte man nicht den Fehler machen, das BCM als Projekt zu sehen. Es sollte ganz klar als Linienfunktion etabliert werden.“ Dabei, so Naujoks weiter, können externe Dienstleister eine wichtige Rolle spielen: „Die Professionalität von externen Dienstleistern und ihre vom Markt geforderte technische Qualität können aus Sicht des Kunden einen klaren Vorteil darstellen. Hinzu kommt, dass der Aufwand für Maintenance und Monitoring auf den Dienstleister verlagert wird, der gerade dort ja seine Kernkompetenz hat. Zudem ist die Einrichtung von Notfallarbeitsplätzen an einem räumlich getrennten Ort, also bei einem externen Dienstleister, eine sinnvolle Reaktion auf die Entwicklung der Risiken und auf die gestiegenen Anforderungen an die Recovery-Reaktionszeiten und somit auf die Risikoszenarien, denen sich unsere Branche heute stellen muss.“

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