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HAMBURG Der Hamburger IT-Dienstleister Info AG ist auf Wachstumskurs. Das Unternehmen, daß in seinen Rechenzentren die elektronischen Daten von Firmen wie Tchibo, Budnikowski oder Reemtsma verarbeitet, will in diesem Jahr bis zu 50 neue Arbeitsplätze schaffen. Damit stiege die Zahl der Mitarbeiter von derzeit 330 auf bis zu 380 zum Jahresende. "Bereits 2005 haben wir 40 neue Mitarbeiter eingestellt", sagt der Vorstandsvorsitzende der Info AG, Ernst Müller, dem Abendblatt. Gleichzeitig investiert das Unternehmen rund 20 Millionen Euro in den Ausbau der Unternehmenszentrale und des Rechenzentrums am Stadtpark. Allein die Fläche des Rechenzentrums soll auf 4000 Quadratmeter Fläche verdoppelt und mit moderner IT-Infrastruktur ausgestattet werden. "Es handelt sich um eine Investition in die Zukunft des Unternehmens und um ein klares Bekenntnis zum Standort Hamburg", betont Konzernchef Müller. Man habe zuvor andere Standorte in die Überlegungen miteinbezogen, sich aber für Hamburg entschieden. In Hamburg liegt auch die Wiege der Info AG, die 1982 mit Beratung und Backup-Lösungen startete, 1987 an die Börse ging, von 1991 an zunächst zur France Télécom gehörte und dann 1997 vom Management der Info AG in Hamburg übernommen wurde. Die Info AG setzte zuletzt 64,2 Millionen Euro um, bei einem Jahresüberschuß von 2,7 Millionen Euro. Trotz großer Wettbewerber wie IBM, T-Systems, EDS oder Siemens konnte sich der Hamburger Mittelständler in der Vergangenheit gut am Markt behaupten. "Mit 25 Jahren Kontinuität sind wir ein verläßlicher Partner für unsere Kunden", sagt Müller. Europaweit, so der Firmenchef, betreut das Unternehmen mehr als 250 Kunden, darunter 100 Kunden, für die die Info AG langfristige Verträge für das Outsourcing der IT-Infrastruktur hat. Mehr als 50 000 Einzelnutzer - unter anderem von Krankenversicherungen oder Industrieunternehmen - sind mit ihrem Bürocomputer an die Rechenzentren der Info AG angeschlossen. Als einen der Hauptgründe, warum Unternehmen ihre IT-Infrastruktur auslagern, nennt Müller die Kostenvorteile, die das Outsourcing biete. So könnten Kunden aus der Industrie zehn bis 20 Prozent ihrer IT-Kosten sparen, wenn sie Server, Datenbanken und Standardsoftware auf die Rechner der Info AG auslagern und mit Hilfe von Breitbandleitungen nutzen. Öffentliche Unternehmen sparten sogar bis zu 30 Prozent. Aktuelles Beispiel sei der Hamburger Pflegedienstleister pflegen & wohnen, dessen IT-Betrieb die Info AG zum Jahresbeginn übernommen hat - inklusive der elf Mitarbeiter. Seitdem sei der Zeitaufwand für die Dienstplanerstellung und die Pflegedokumentation deutlich geringer. Man habe jetzt mehr Zeit für die Patienten, heißt es bei pflegen & wohnen.
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