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IT Banken & Versicherungen, Mai 2006

Business Continuity Management Lösungen sind heute gängige Praxis

Aber was passiert, wenn die Daten eines Unternehmens zwar gesichert sind, aber keine Arbeitsplätze mehr vorhanden sind, um mit ihnen zu arbeiten? Für Banken oder Versicherungen kann dies zu einer existenzielle Frage werden. Genau hier setzt die INFO AG an – mit der Bereitstellung von Notfall-Arbeitsplätzen. Für eine Bank „tickt“ bei einem K-Fall sofort die unternehmenskritische Uhr, denn bereits nach einer Stunde Handelsausfall können Millionenverluste entstanden sein. Und es bedarf nicht immer eines K-Falls, um Handelsausfälle hervorzurufen.

Es reichen schon kleinere Unglücksfälle, zum Beispiel ein Gasrohrbruch mit anschließender Räumung des Bürogebäudes, um das Tagesgeschäft für einen gewissen Zeitraum zum Erliegen zu bringen. Uwe Naujoks, Beauftragter für Notfallplanung des WestLB Bankkonzerns, erklärt: „Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Notfällen ist gestiegen, die Verwundbarkeit der Unternehmen wird größer – man muss in diesem Zusammenhang auch an Image- und Reputationsschäden denken, die ein Unternehmen in einem Notfallszenario erleiden kann, und die nicht versicherbar sind. All dies führt dazu, dass sich Banken und Versicherungen intensiver als früher mit dem Thema Business Continuity Management auseinandersetzen.“

Deshalb ist es gut, wenn ein Notfallkonzept umgesetzt werden kann, das neben dem Zugriff auf gespiegelte IT Systeme und Daten auch voll funktionsfähige IT Ersatzarbeitsplätze vorsieht, die an ein Produktions- oder Backup-Rechenzentrum angebunden sind. Die INFO AG bietet neben dem Betrieb und der Sicherung unternehmenskritischer Daten in Rechenzentren zusätzlich die Anmietung von zurzeit 250 Notfallarbeitsplätzen an – eine Erweiterung auf bis zu 500 ist möglich. Es sind komplett möblierte Büroetagen, deren IT Ausstattung den individuellen Ansprüchen angepasst wird. Natürlich sind sämtliche Infrastruktur-Komponenten, wie Verkabelung, Telefon- und Faxanbindung oder netzwerkfähige Drucker vorhanden, und vom Konferenzraum bis zur Teeküche steht alles zur Verfügung, was für den Büroalltag benötigt wird.

Die Büro IT ist per Breitband an das jeweils im Einsatz befindliche Rechenzentrum des Kunden angebunden. Im Ernstfall reicht ein Anruf bei der INFO AG, die Mitarbeiter des Kunden wechseln das Büro und können sofort weiterarbeiten. Dass die Bürotechnik reibungslos funktioniert, wird durch regelmäßige Tests sichergestellt, in deren Verlauf alle Systeme auf einwandfreien Betrieb überprüft werden. HSBC Trinkaus & Burkhardt hat dieses Risiko in einem Vertrag mit der INFO AG abgesichert. Für das börsennotierte Bankhaus mit Hauptsitz in Düsseldorf – seit 18 Jahren Kunde der INFO AG – werden im ersten Schritt 140 Arbeitsplätze komplett ausgestattet, 250 sind optioniert, so dass im Notfall das Bankgeschäft mit nur minimaler Unterbrechung weitergeführt werden kann.

"Angesichts der hohen Anforderungen an kurze Recovery-Zeiten ist das Thema Notfallarbeitsplätze für ein Unternehmen wie HSBC Trinkaus & Burkhardt von entscheidender Bedeutung“, betont Manfred Hartmann, im Bankhaus verantwortlich für den Bereich Informationstechnologie und ergänzt: „Die räumliche Trennung vom Unternehmensstandort und die hohe Kompetenz der INFO AG in der Konzeption und der Wartung dieser Arbeitsplätze sind gute Gründe für die Zusammenarbeit."

Kosten teilen

Um die Kosten für die permanent bereitgehaltenen Arbeitsplätze für die Kunden zu optimieren, werden die Arbeitsplätze nach dem Shared-Prinzip vermietet, also die laufenden Kosten pro Arbeitsplatz auf mehrere Kunden verteilt. Laut Wahrscheinlichkeitsrechnung können Notfall-Arbeitsplätze ohne Probleme an maximal fünf Kunden gleichzeitig vermietet werden, aber natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Back-Office-Arbeitsplätze exklusiv anzumieten. Letztlich entscheidet das Anforderungsprofil des Kunden, wie exklusiv wie viele Arbeitsplätze bereitgehalten werden müssen. Die INFO AG führt derzeit Verhandlungen mit einem zweiten Bankkunden, der dann 100 der 250 Plätze mit HSBC Trinkaus & Burkhardt teilen würde.

Business Continuity Management etablieren

Wie sollten Unternehmen aus dem Bereich Banken und Versicherungen vorgehen, um das Thema Notfall-Arbeitsplätze als Bestandteil eines ganzheitlichen Business Continuity Managements nachhaltig zu etablieren? Die Empfehlung von Uwe Naujoks von der WestLB: „Für mich ist das wichtigste Stichwort `Awareness´, und die muss bereits im Top-Management vorhanden sein. Zudem muss das Business Continuity Management in das gesamte Geschäftsmodell des Unternehmens integriert sein – schließlich ergeben sich die Anforderungen an das BCM aus den Geschäftsprozessen. Insgesamt sollten Unternehmen nicht den Fehler machen, das BCM als Projekt zu sehen. Es sollte ganz klar als Linienfunktion etabliert werden.“ Dabei, so Naujoks weiter, spielen externe Dienstleister eine wichtige Rolle: „Die Professionalität externer Dienstleister und ihre vom Markt geforderte technische Qualität stellen aus Sicht des Kunden einen klaren Vorteil dar. Hinzu kommt, dass der Aufwand für Wartung und Monitoring auf den Dienstleister verlagert wird, der ja gerade dort seine Kernkompetenz hat. Zudem ist die Einrichtung von Notfallarbeitsplätzen an einem räumlich getrennten Ort, also bei einem externen Dienstleister, eine sinnvolle Reaktion auf die Entwicklung der Risiken, auf die gestiegenen Anforderungen an die Wiederherstellungszeiten und somit auf die Risikoszenarien, denen sich unsere Branche heute stellen muss.“ Im Hinblick auf diese komplexen BCM-Anforderungen ist die INFO AG mit ihrer Tochter Heine und Partner bestens augstellt: Heine und Partner ist seit 20 Jahren auf hoch qualifizierte BCM-Beratung spezialisiert und entwickelt maßgeschneiderte Software-Werkzeuge für eine sichere Verfügbarkeit unternehmensrelevanter Systeme und Prozesse.

Notfallarbeitsplätze als wesentlicher Bestandteil eines ganzheitlichen Business Continuity Management (BCM)

Betrieb sichergestellt

Business Continuity Mangament ist nicht nur ein hochaktuelles Thema, sondern auch Chefsache. Was aber nicht dahingehend missverstanden werden sollte, dass die nötige Sicherheit schon durch Sensibilisierung und Delegieren im Unternehmen erreicht werden kann. Gerade durch die Einbindung externer Dienstleister, für die BCM zum Tagesgeschäft gehört, kann sichergestellt werden, dass der Betrieb auch in K-Fällen aufrechterhalten bleibt – im Fall der Fälle auch von Notfall-Arbeitsplätzen aus.

Autor: Holger Sievers, seit Januar 2004 Vorstand der INFO AG, Verantwortlicher für den Ausbau der Vertriebsaktivitäten aller Leistungen der INFO AG

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