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Effiziente SAP-Optimierung auf der Basis von Standardanalysen Wer aus einer bestandenen “SAP Early Watch”-Analyse und der beruhigenden grünen Ampel den Schluss zieht, in seinem System gebe es keinerlei Optimierungsbedarf, der macht es sich möglicherweise zu einfach. Gleiches gilt für die unreflektierte Übernahme von Vorschlägen zur Parameteränderung, die von Standard-Analyse-Tools generiert werden. Das bedeutet nicht, dass diese Tools von geringem Nutzen sind. Ganz im Gegenteil: Wer sich konsequent mit den Analyseergebnissen beschäftigt, hat die Chance, die Leistung seines Systems und die betrieblichen Abläufe wirksam zu optimieren, ohne dafür auf aufwändige und kostenintensive Spezialanalysen zurückgreifen zu müssen. Standard-Analyse-Tools wie der SAP Early Watch oder der Early Watch Alert gehören zum Alltag eines jeden Administrators. Doch: Wie geht man mit den Ergebnissen solcher Analysen um? Die Praxiserfahrung zeigt: Meist werden unauffällige Reports zwar zur Kenntnis genommen, jedoch nicht konsequent auf mögliches Potenzial für weitere Optimierungen hin untersucht. Ein besonders plastisches Beispiel aus dem Erfahrungsschatz eines Beraters: Aus einem solchen Analysereport gingen Vorschläge für die Optimierung von “Oracle”-Datenbankparametern hervor – tatsächlich im Einsatz war jedoch “ADABAS”.Natürlich sind solche groben Fehler im Tagesgeschäft die absolute Ausnahme. Dennoch machen sie deutlich, dass es sich immer wieder aufs Neue lohnt, die Ergebnisse von Standardanalysen zu hinterfragen. Und zwar nicht nur, um etwaige Unstimmigkeiten zu identifizieren, sondern vor allem, um das System immer besser kennen zu lernen. Tatsächlich bieten viele Standard-Analyse-Tools nämlich viel mehr als nur ein “grünes Licht” und somit die Berechtigung, den Report schnell zu archivieren und möglicherweise ebenso schnell zu vergessen. Wer sich mit den Analyseergebnissen konsequent und systematisch auseinandersetzt, hat die Chance, eine Fülle von Wirkungszusammenhängen und Systemcharakteristika zu erkennen und daraus die Grundlagen für weitere Optimierungen zu ziehen. Dies gilt natürlich insbesondere für Administratoren und Berater, die – beispielsweise bei SAP-Outsourcing-Dienstleistern – die Systeme vieler unterschiedlicher Kunden sehen und analysieren. Aus diesem Grund lohnt es sich, Standardanalysen zum Anlass für systematische und gezielte Systempflege zu machen. Ein guter Start für eine solche Vorgehensweise kann beispielsweise ein Workshop oder sogar ein Beratungsprojekt mit einem erfahrenen Dienstleister sein. Die Beobachtungen aus den SAP-Routinechecks Early Watch und Early Watch Alert lassen sich auch auf umfangreichere Analysen übertragen. Als Beispiele seien hier die Customer Program Optimization oder die SQL Statement-Analyse genannt. Solche Tools lassen Rückschlüsse zu, deren Tragweite über Fragen des täglichen Systembetriebs weit hinausgeht und von denen nicht selten die Grundlagen der Systemgestaltung betroffen sind. Hierzu zählt beispielsweise die Qualität des Codings. Eigenarten in der Programmierung, die nicht selten zu Performance Issues oder sogar zu ernsten Systemproblemen führen können, sind in vielen Unternehmen dem persönlichen Arbeitsstil von Programmierern anzulasten. Hier gilt es, Standards und Richtlinien zu entwickeln, die den Anforderungen des Systems entsprechen und die in allen Programmieraufgaben Anwendung finden. Um diese Optimierungsmöglichkeiten auszuschöpfen, sind in den meisten Fällen keine zusätzlichen und kostspieligen Monitoring-Tools notwendig. Oftmals bieten die Checks und Analysen, die in den meisten Unternehmen ohnehin routinemäßig durchgeführt werden, eine große Datenfülle und eine ausreichende Menge von Ansatzpunkten für die Systemoptimierung. Um diese Ressourcen optimal zu nutzen, werden vor allem drei Dinge benötigt: • Ein gut ausgeprägtes Bewusstsein für das Potenzial, das sich in den unterschiedlichen Tools verbirgt, • umfassende Erfahrung in der Interpretation von SAP-Analyse-Tools und • die Bereitschaft zur Investition von Zeit in die Systematisierung der Auswertung von Tools – und gegebenenfalls in das Customizing. Wem dies gelingt, der kann in der Zukunft nicht nur von vereinfachten betrieblichen Abläufen profitieren – er baut Kenntnisse auf, die eine kontinuierliche Optimierung von SAP-Systemen mit “Bordmitteln” erlauben. (Kay Ramsauer) Info AG Tel.: (040) 27136-0 Fax: (040) 27136-8307 E-Mail: info@info-ag.de Internet: www.info-ag.de
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